01Was ist L-Methionin?
L-Methionin ist eine schwefelhaltige, essenzielle Aminosäure: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung oder ein Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden muss. Als Baustein von Proteinen ist Methionin an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt und gilt zusammen mit Cystein als schwefelhaltige Aminosäure.
02Woher stammt L-Methionin?
Unser L-Methionin wird rein pflanzlich in einem biotechnologischen Prozess gewonnen: Mikroorganismen werden gezielt fermentiert, um die Aminosäure in hoher Reinheit zu produzieren. Nach der Fermentation wird das Methionin gereinigt und als feines Pulver mit einem Reinheitsgrad von 98,9 % aufbereitet. In der Nahrung findet sich Methionin vor allem in Eiern, Fisch, Fleisch und Milchprodukten, in geringerem Umfang auch in Hülsenfrüchten und Getreide.
03Rolle im Körper
Methionin spielt eine zentrale Rolle bei der Proteinbiosynthese und ist ausserdem Ausgangsstoff für die Bildung von Cystein, einer weiteren schwefelhaltigen Aminosäure. Zudem ist Methionin ein Vorläufer für S-Adenosylmethionin (SAM), das an zahlreichen Methylierungsprozessen im Körper beteiligt ist – ein grundlegender biochemischer Mechanismus, der unter anderem für den Stoffwechsel von Bedeutung ist.
04Einnahme & Kombination
L-Methionin wird üblicherweise unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Da die Methylierungsprozesse, an denen Methionin beteiligt ist, auf Vitamin B12 und Folsäure angewiesen sind, wird Methionin in individuellen Rezepturen häufig mit diesen beiden Nährstoffen kombiniert.
05Tagesbedarf über die Nahrung
Wer regelmässig eiweissreiche Lebensmittel isst, deckt seinen Methioninbedarf in der Regel über die Ernährung. Eier, Fisch und Fleisch zählen zu den ergiebigsten Quellen, auch Milchprodukte und Nüsse liefern relevante Mengen.
- ca. 90 g Hühnerei
- ca. 60 g Lachs, roh
- ca. 60 g Hähnchenbrustfilet, roh
06Gut zu wissen
Für die Summe aus L-Methionin und L-Cystein hat das Bundesamt für Gesundheit für Nahrungsergänzungsmittel eine Höchstmenge festgelegt, die nicht überschritten werden sollte. Bei bestehenden Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Medikamenteneinnahme empfiehlt sich eine vorherige Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.