01Was ist Vitamin K2?
Die K-Vitamine sind für die Funktion bestimmter Enzyme unerlässlich, die wiederum einzelne Reaktionen im Körper steuern. Man unterscheidet Vitamin K1, das vor allem in grünem Blattgemüse vorkommt, und Vitamin K2, das in geringen Mengen hauptsächlich in tierischen und fermentierten Produkten enthalten ist.
Vitamin K2 ist massgeblich am Calciumstoffwechsel beteiligt: Es aktiviert bestimmte Proteine, die darüber mitentscheiden, wo im Körper Calcium eingelagert wird, und unterstützt dabei, dass Calcium in den Knochen und nicht in den Gefässwänden der Arterien abgelagert wird.
02Woher stammt Vitamin K2?
Wir verwenden Menachinon-7 (MK-7), die Form von Vitamin K2 mit der längsten Halbwertszeit im Körper. Sie wird über einen Fermentationsprozess gewonnen, ähnlich wie sie natürlicherweise auch im traditionellen fermentierten Sojaprodukt Natto vorkommt.
Über die normale Ernährung nehmen wir Vitamin K überwiegend als K1 aus grünem Gemüse auf, dieses ist vor allem für die Blutgerinnung relevant. Vitamin K2 ist dagegen in nennenswerten Mengen fast nur in fermentierten und bestimmten tierischen Lebensmitteln zu finden, weshalb eine gezielte Zufuhr sinnvoll sein kann.
03Wirkung im Körper
Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei, indem es an der Bildung bestimmter Gerinnungsfaktoren in der Leber beteiligt ist, und zur Erhaltung normaler Knochen, indem es den Einbau von Calcium in die Knochenmatrix unterstützt.
Die fettlöslichen Vitamine K2 und D ergänzen sich in ihrer Wirkung: Je mehr Vitamin D zugeführt wird, desto mehr Vitamin K2 wird für den Calciumstoffwechsel benötigt, da beide gemeinsam an denselben Prozessen im Knochen- und Calciumhaushalt beteiligt sind.
04Einnahme & Kombination
Nimm Vitamin K2 zu einer fetthaltigen Mahlzeit ein, da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt und die Aufnahme im Darm ohne Nahrungsfett deutlich schlechter ausfällt.
Eine bewährte Kombination ist Vitamin K2 zusammen mit Vitamin D3 sowie Calcium und Magnesium, da alle vier eng am Knochen- und Calciumstoffwechsel beteiligt sind und sich in ihrer Wirkung gegenseitig unterstützen.
- Fettlöslich – zur Mahlzeit einnehmen
- Sinnvolle Kombination: Vitamin D3, Calcium, Magnesium
05Gut zu wissen
Patientinnen und Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulantien) einnehmen, sollten vor der Einnahme von Vitamin-K-Präparaten unbedingt mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt sprechen, da Vitamin K die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen und deren Dosierung verändern kann.
Zur wissenschaftlichen Studienlage von Vitamin K2, etwa im Zusammenhang mit dem Knochen- und Gefässstoffwechsel, findest du unter dem angegebenen Quellenlink weiterführende Informationen aus der aktuellen internationalen Forschung der letzten Jahre.
Achtung bei BlutverdünnernNimmst du Antikoagulantien wie Marcoumar oder Sintrom ein, sprich vor der Einnahme von Vitamin K2 unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=vitamin+k2&filter=years.2010-2021&sort=date