01Was ist Maca?
Maca, botanisch Lepidium meyenii, ist eine Wurzelpflanze aus der Familie der Kreuzblütler und wird wegen ihrer Herkunft aus Peru auch als «Peru-Ginseng» bezeichnet – eine botanische Verwandtschaft zum eigentlichen Ginseng besteht jedoch nicht. Verwendet wird die getrocknete, zu Pulver vermahlene Wurzelknolle. Vor der Weiterverarbeitung wird die Wurzelknolle nach der Ernte getrocknet, was ihre Haltbarkeit deutlich verlängert.
02Woher stammt Maca?
Maca wird seit ungefähr 2000 Jahren in den oberen Höhenlagen der peruanischen Anden zwischen 4000 und 4400 Metern über Meer angebaut. Die Pflanze zieht ihre Nährstoffe aus dem vulkanischen Boden, der einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen aufweist. Nur wenige Nutzpflanzen gedeihen in dieser Höhe und diesem rauen Klima, was Maca zu einer vergleichsweise seltenen Kulturpflanze macht.
03Traditionelle Verwendung & Inhaltsstoffe
In den Anden wird Maca traditionell als Grundnahrungsmittel verwendet, ähnlich wie eine Kartoffel oder Rübe, und ist fester Bestandteil der lokalen Küche. Die Wurzel enthält verschiedene Pflanzenstoffe sowie Aminosäuren, Mineralstoffe und Kohlenhydrate. Maca gehört zur Gruppe der sogenannten Adaptogene – Pflanzen, denen traditionell nachgesagt wird, den Körper bei alltäglichen Belastungen zu unterstützen. Historisch wurde Maca auch getrocknet gelagert, um sie über mehrere Jahre haltbar zu machen – ein Vorteil in den unwirtlichen Andenregionen.
04Verschiedene Maca-Sorten
Maca-Wurzeln gibt es in verschiedenen Farbvarianten – von gelb über rot bis schwarz. Diese Sorten unterscheiden sich geringfügig in ihrem Gehalt an Pflanzenstoffen, werden aber alle nach denselben traditionellen Methoden angebaut und verarbeitet.
05Einnahme & Kombination
Macapulver wird meist in Kapselform eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. In der traditionellen Anwendung wird Maca gelegentlich mit anderen adaptogenen Pflanzen wie Ginseng kombiniert; eine wissenschaftlich abschliessend belegte Wechselwirkung besteht dabei nicht. Wie bei den meisten pflanzlichen Präparaten zeigt sich ein Effekt oft erst nach einigen Wochen regelmässiger Einnahme.
06Gut zu wissen
Da für Maca in hohen Dosen bislang wenig gesicherte Daten zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, empfiehlt sich in dieser Zeit eine Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Bei Schilddrüsenerkrankungen ist ebenfalls Vorsicht geboten, da Maca zur Familie der Kreuzblütler gehört, die sogenannte goitrogene Stoffe enthalten kann. Wie bei allen pflanzlichen Präparaten gilt: Bei regelmässiger Einnahme über längere Zeit lohnt sich eine Rücksprache mit einer Fachperson.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=Lepidium+meyenii&filter=years.2010-2021&sort=date